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Versicherungselemente


Umsetzung der IDD. Gemeinsame Veranstaltung der DHBW Heidenheim und des BWV Südwest

2018-01-08 20:29:05 fleckb

Des BWV Südwest, Standort Ulm und der DHBW Heidenheim laden zur gemeinsam

Veranstaltung zum Thema „Umsetzung der IDD“ ein.

Die Veranstaltung findet

          am 17. Januar 2018,

          um 16.30-19:00 Uhr,

in der DHBW Heidenheim, Marienstraße 20, 89518 Heidenheim, Raum M203, 2. OG statt.

Als Referenten sind geladen:

     Herr Martin Gräfer, Mitglied der Vorständer, die Bayerische und

     Herr Werner Biberacher, Geschäftsführer, PROMA Versicherungsmakler GmbH.  

Die Vorträge beleuchten die Schritte zur Umsetzung der IDD und gebeten wertvolle praktische Hinweise.

Um Anmeldung wird gebeten: Fax: 07 31 – 71 88 04 56 oder E-Mail: stefan.kuhnert@bwv.de

 

Weitere Links zur DHBW und dem Circel

      Zusammenarbeit mit dem VAG

      facebook

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Der unabhängige Versicherungsmakler

2017-12-19 06:00:30 fleckb

Im Jahr 2012 veröffentlichten die Autoren Rausch/Fleck/Becker beim C. H. Beck-Verlag zusammen das Buch „Der unabhängige Versicherungsmakler“. Der Schwerpunkt dieses Buches liegt auf den beruflichen Erfahrungen des Versicherungsmaklers Rausch. Die Unabhängigkeit der Maklerschaft gegenüber den Versicherungsunternehmen ist ihm über die Jahre immer ein großes Anliegen gewesen.
Das Buch richtet sich an Personen, die den Berufsstand des Versicherungsmaklers ergreifen wollen. Es enthält aber auch viele nützliche Tipps zur Beratung und dem Aufbau eines Bestands. Im Zeitalter von „IDD“ und „Beratungsprozessen“ mögen die Inhalte als selbstverständlich erscheinen. Das Buch selbst war aber seiner Zeit voraus und wurde damals kritisch beeugt. Das Buch hat daher an Aktualität nichts verloren.

Es folgt nun ein Auszug.

Vorwort
Dieses Buch richtet sich an diejenigen Kollegen und Kolleginnen, die den Entschluss gefasst haben, ihre bisherige berufliche Tätigkeit unter dem Primat der Ausschließlichkeitsbindung aufzugeben, um stattdessen in eigener Kompetenz den Beruf des unabhängigen Versicherungsmaklers auszuüben, sowie an Betriebsneugründer, die sich nun nach Abschluss ihrer Fachstudien oder Fachausbildungen im Versicherungsmarkt positionieren wollen. Auch Einsteiger aus artverwandten Branchen, wie dem Immobilien- oder Bankensektor, sollen mit diesem Ratgeber eine praktische Unterstützung erhalten.

Über die Hilfe zur Selbsthilfe wird der Schritt aus beruflicher Abhängigkeit in berufliche Unabhängigkeit begleitet und erleichtert, denn anfangs noch fehlende immaterielle Güter und Werte wie Informationen, Erfahrungen, Fachwissen, Spezialkenntnisse und Marktübersichten müssen direkt verfügbar sein, um eine erfolgreiche Etablierung im hart umkämpften Markt zu erreichen. Der damit verbundene Kosten – Nutzen – Effekt ist nicht zu unterschätzen. Im Übrigen verzichtet der Verfasser bewusst auf weit reichende theoretische Abhandlungen oder unübersichtliche graphische Darstellungen zu volkswirtschaftlichen, betriebswirtschaftlichen oder juristischen Sachverhalten, die in entsprechenden Fachlektüren nachgelesen werden können.

Eine Einführung in die grundsätzlichen unternehmerischen Fragen zur Rechtsform, steuerlichen Gestaltung oder finanziellen Ausstattung Ihres Betriebes dürfen Sie also nicht erwarten. Dies sind vorgelagerte, rein kaufmännische Überlegungen, die mit Steuerberatung, Rechtsberatung und Unternehmensberatung vor der eigentlichen Betriebsgründung abgestimmt werden müssen.

Zielsetzung dieses Ratgebers ist im wörtlich zu nehmenden Sinne und ausschließlich die Bereitstellung von praxisnahen Sachinformationen, die auf der langjährigen Erfahrung des Autors beruhen. Daraus lassen sich aber keineswegs Ansprüche auf Vollständigkeit, Rechtssicherheit, Anwendungszweck oder Handlungszwang ableiten, denn die inhaltlichen Darlegungen folgen praktizierten Handhabungen, Umgangsformen, Definitionen oder Abläufen zwischen den beteiligten Parteien, die letztlich nur im Dissens oder Konsens entschieden werden können.

Änderungen der geschilderten Handlungsmuster und Handlungsparameter sind durchaus denkbar, insbesondere wenn juristische Entscheidungen in das Dreiecksgefüge zwischen Versicherungsmakler, Versicherungsnehmer und Versicherungsunternehmen einwirken.

Hier sei als Beispiel die Reform des Versicherungsvertragsgesetzes zum 01. Januar 2008 als Folge der EU – Vermittlerrichtlinie genannt, in deren Umsetzungssog auch gleich die Gewerbeordnung, die Versicherungsvermittlungsverordnung, das Finanzmarkt – Richtlinien -Umsetzungsgesetz sowie die Informationspflichtenverordnung umgestaltet oder erneuert wurden. Mit weit reichenden Folgen für alle Beteiligten, wie Ihnen die folgenden Ausführungen noch zeigen werden.

Dietmar Rausch

Glees, im Juni 2012

 

Maklerbetreuung

…. Eher dürfte es Sie in ungläubiges Erstaunen versetzen, mit welcher Spezies Sie es zu tun bekommen. Da hätten wir zunächst den mobilen Maklerbetreuer, der am Handy telefonierend eintritt und damit unmissverständlich kundtut, das Zeit für ihn ein kostbareres Gut ist als Wissen und das ihm andere Dinge wichtiger sind als Ihr Anliegen auf Zusammenarbeit.

Ratschlag:

Nach erfolgter Begrüßung diskrete Verweisung aus den Geschäftsräumen wegen fehlender Konzentration und Missachtung geschäftlicher Gepflogenheiten.

Ihm am ehesten zuzuordnen wäre dann der umfunktionierte Ausschließlichkeitsbetreuer, der Ihnen kompromisslos deutlich sein erfolgreiches „Produktionsmanagement“ am Einfirmenvermittler mit parallelisierender Übertragungsanwendung schildert und im übrigen unverhohlen damit droht, für seinen Einsatz (den er in keiner Weise verbindlich präzisiert), kontinuierlich steigende Produktionsleistungen zu erwarten.

Ratschlag:

Den Status des unabhängigen Versicherungsmaklers vom Vorgesetzten erklären lassen und zu diesem Zweck ebenfalls freundlich aber bestimmt aus den Räumlichkeiten weisen.

Besucht Sie daraufhin unangemeldet der Vorgesetzte des Ahnungslosen, nämlich sein kurz vor dem Ruhestand stehender weißhaariger oder braungebrannter Bezirksdirektor, dann ist Vorsicht geboten. Diese Hardliner im Vertrieb haben häufig überhaupt keinen Respekt vor unserer Entscheidung und missachten überdies bewusst den menschlichen Faktor. Ihr Lebensbild wird ausschließlich von Produktionsvorgabe und Produktionsergebnis geprägt. Maklereinwände sind unerwünscht, denn das Produkt verkauft sich nicht über den Preis. Vielmehr (so hört man es immer wieder von diesen alten Strategen) spiegelt der überhöhte Preis höheren Qualitätsstandard wieder, so dass beratungstechnisch die Abschlussbereitschaft der umworbenen Zielgruppe de facto bereits vorliegt und deshalb nur noch die Ernte eingefahren werden muss. Staunen Sie bitte nicht zu lange über diese unbelehrbaren und schon antiquierten Ansichten. Eine Zusammenarbeit unter Leistungsvorgaben mit Festlegung von Sollzahlen ist absolut nicht mit unserem Berufsstand vereinbar, weshalb wir den Bezirks- oder Filialdirektoren mit vergleichbarer Dreistigkeit begegnen müssen und die Zusammenarbeit mangels Konzept und Kenntnis der Berufsstandsregeln ablehnen sollten.

Überfallkommandos stellen ein weiteres, gern genutztes Kontaktmittel für erste Maklerbegegnungen dar. Mindestens zwei, meist jedoch drei bedeutend gekleidete Personen fahren in luxuriöser Limousine vor und machen Angst. Mit gewichtiger Mimik werden Ihnen unfreiwillig die Inhalte zahlloser und hochglänzender Imagebroschüren zu Gemüte geführt, die Selbstdarstellung findet kein Ende. Gelegentlich notwendige und kritische Zwischenfragen werden als bedeutungslos abgetan und man macht Ihnen klar, dass Sie mit diesem Unternehmen den Volltreffer gelandet haben. Bevor Sie dann endlich Ansätze für eine tiefer gehende Befragung gefunden haben, legt man Ihnen in exquisiter, hochwertiger Unterschriftsmappe vorbereitete Verträge zur späteren Einsichtnahme und Rücksendung auf den Tisch. Danach wird die Freude über die künftig erfolgreiche Zusammenarbeit einseitig hervorgehoben und schon macht sich die Versicherungsmannschaft wegen weiterer anstehender Termine aus dem Staub, Sie nicht im geringsten Zweifel darüber zurücklassend, dass die Geschäftsbeziehung mit ihnen den eigenen, geäußerten Erwartungen entsprechen wird.

Was soll man dazu sagen? Die Erfahrung des Autors hat gezeigt, dass Sie in aller Regel bei diesen Unternehmen hoch dotierte Finanzdienstleistungen angeboten bekommen, weil Geld als unverzichtbares Statussymbol angesehen und eindrucksvoll mit dem Berufsbild des Versicherungsmaklers in Verbindung gebracht wird. Günstige Prämien für eine begrenzte Stückzahl von Sachverträgen im Privatkundenbereich wird man Ihnen aber ganz sicher nicht einräumen.

Hin und wieder findet die erste Begegnung zwischen Makler und Betreuer nur telefonisch oder schriftlich statt. Entweder haben Sie einen Direktversicherer erwischt, der immer noch glaubt ohne Sie auszukommen, oder Sie haben es mit einem Direktversicherer zu tun, der Ihnen gar nichts glaubt und süffisant über die Leitung mitteilt, dass er nur dann eine Kooperation eingeht, wenn zuvor durch Eingabe von Anträgen die tatsächliche Bereitschaft auf Zusammenarbeit nachweislich und Ihrerseits erbracht wurde. Doch wie soll diese systematisch einseitige Zuwendung an das Versicherungsunternehmen funktionieren?

Auch hier gilt:

Hörer auflegen oder Brief in den Schredder. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

Nun könnte man ohne große Umschweife nach Erfahrungen dieser Art zu der Einsicht gelangen, dass ein großer Teil der Versicherer überhaupt keine Maklerberührungen sucht. Und genau das entspricht der Sachlage.

 

 

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Erfahrungsbericht mit dem digitalen Versicherer FRIDAY

2017-11-20 05:56:10 fleckb

Der Druck der Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft entsteht auch durch die Erfahrungen des Kunden aus der gesamten online Einkaufswelt. Die Verfahren müssen schnell, einfach und preisgünstig sein bei einem gleichzeitig hohem Service. Eigentlich ein Widerspruch, der im Onlinehandel aber vorgelegt wird. Gleichzeitig ist es eine der Gründe, warum es nach digitalen Vermittlern nun auch digitale Versicherer gibt.

Zu FRI:DAY

Seit Jahren wird die Versicherungswirtschaft immer digitaler. Seit dem Jahr 2017 werden die Versicherer selbst digital. Einer der ersten Sprößlinge ist die Versicherung mit Namen FRIDAY. Mutter der jungen Gesellschaft ist eine Versicherung der alten Gerneration, die Baloise. Chef in Deutschland ist Herr Christoph Samwer.

Name

Der Name mag zuerst verwundern. Wie (fast) alle jungen Versicherer wollen dieses das Wort Versicherung nicht benutzen. Es ist mit zu vielen nagetiven Eigenarten besetzt. Das ist bei Freitag anders. Es ist der letzte Tag vor dem Wochenende, kurz vor dem Wochenende und soll damit positiv besetzt sein.

Aufmachung der Seite

Öffnet man die Webseite, so drängt sich in der Mitte der 1 Cent Tarif auf. Er springt förmlich aus dem Bildschirm den Betrachter an.

Sonst ist die Seite gestaltet, wie man es aktuell erwartet. Sie ist übersichtlich und nicht überladen. Weiterhin sind Informationen zum Team (es wird nicht mehr von Mitarbeitern gesprochen) oder ein Blog üblich. Dadurch soll die Versicherung ihre Anonymität verlieren. Vielmehr kann sich so der Kunde als Teil des Teams bzw. der Community fühlen.

Antragsprozess

FRIDAY möchte in den kommenden fünf Jahren eine sechsstellige Kundenanzahl erreichen. Dabei ist der Onlineverkauf nicht einfach. Ganz wesentlich für den erfolgreichen Verkauf ist dabei der Antragsprozess. Der Antrag soll einfach, schnell und bequem ausfüllbar für den Kunden sein, sonst springt der Kunde ab. Mit jeder weiteren Minute, die der Kunde für die Formulare benötigt, erhöht sich die Absprungwahrscheinlichkeit. Nicht umsonst hat sich Check24 im Gerichtsverfahren aus dem Jahr 2017 gegen jede einzelne zusätzliche Frage gewehrt, die ihm bei der Online-Beratung auferlegt werden sollte.

Diese Probleme begegnet FRIDAY indem der Abschluss digital, papierlos und in 90 Sekunden abgeschlossen werden kann.

1 Cent Tarif

Zielgruppe von FRIDAY, so nach Angabe von Herrn Samwer, sind nach eigenen Angaben Menschen bis 50 Jahre, junge Familien und Young Professionals aus dem urbanen Raum. Es geht dabei um Personen, die nicht nur auf das Auto angewiesen sind sondern auch andere Fortbewegungsmittel nutzen können, wie öffentliche Nahverkehrsmittel, Taxi, Fahrrad oder Carsharing.

Der Tarif basiert (immer) auf einem monatlichen Grundbeitrag und den gefahrenen Kilometern (pro Kilometer 1 Cent oder mehr). Dazu gibt der Kunde bei Vertragsschluss die geschätzte Kilometerleistung an. Fährt er mehr, muss er nachzahlen, fährt er weniger, bekommt er etwas von der Kilometerleistung zurück.

Ein weiterer Vorteil für die Kunden ist die tägliche Kündigungsmöglichkeit des Vertrags.

Selbsttest

Der 1 Cent Tarif hört sich interessant an. Daher mache ich gleich den Selbsttest. Ich fahre etwa 20.000 km im Jahr. Dann wäre die Prämie bei 200 € und das wären mehr als die Hälfte weniger als ich jetzt zahle. Auch bei reduzierten Verwaltungskosten zu “Altversicherern“ kann ich mir eine solche Preisdifferenz nicht vorstellen. Der Großteil der Prämie in der Kfz-Versicherung wird bekanntlich für die Schäden verwendet. Das kann bei FRIDAY nicht anders sein.

Nun zum Selbstversuch. Den Antragsprozess durchlaufe ich schnell und einfach. Ich habe keine Unterlagen mit und trotzdem bekomme ich mit wenigen Angaben ein Versicherungsangebot. Darüber bin ich sehr positiv überrascht, sogar schon etwas begeistert.

Der Preis ist dann nicht schlecht aber auch nicht gut. In jedem Fall ist er weit weg von einem Cent pro Kilometer. Überrascht bin ich über die zusätzliche Monatsgebühr. Ähnlich wie beim Stromtarifen, wo zu den Verbrauchsgebühren noch Grundgebühren hinzukommen. Diese Grundgebühren verdoppell noch einmal meine Prämie. Ich liege umgerechnet nicht bei 1 Cent sondern mit den Gebühren bei etwa bei 2,5 Cent. Das bedeutet aber, dass ich selbst dann, wenn ich mein Auto das ganze Jahr stehen lasse, maximal die Hälfte wiederbekomme. Bei der Grundgebühr komme ich mir vor wie auf Flugvergleichsseiten, die kurz vor dem Bezahlvorgang höhe Gebühren aufschlagen und so aus einem billigen einen teuren Flug machen. Darüber bin ich verärgert. Ich suche im Netz nach anderen Erfahrungsberichten. Die Eintragungen die ich dort finde bestätigen meine subjektive Ansicht. Auch dort fühlt man sich an der Nase herumgeführt. Warum nicht schon vorher auf die monatlichen Beträge verwiesen wird erklärt sich mir nicht.

Auch das eigene Beispiel von FRIDAY zum 1 Cent Tarif hat eine monatlichen Grundgebühr. Es gibt also keinen Vertrag ohne!! Darüber hinaus verstehe ich das Beispiel nicht. Es geht um einen VW Lupo mit einer jährlichen km-Leistung von 6.000 km. Bei der Tarifgruppe wird eine jährliche km-Leistung von 11.4000 km angegeben. Der Betrag beläuft sich auf 8,13 € monatlich. Die Rechnung kann ich nicht nachvollziehen. Worauf bezieht sich der Beitrag? Auf die 6.000 km oder die 11.400 km? Ist in den 8,13 € schon ein Differenzbetrag (Rückerstattung oder Nachzahlung) eingerechnet?

 friday 1 Cent Beispiel

Wenn man sich die Informationen auf der gesamten Homepage zusammensucht, so finet man den Hinweis, dass der 1 Cent Tarif besonders für Wenigfahrer bis 6000 km geeignet sei. Zusätzlich gibt es auch den klassischen Tarif (Friday Original). Diesen habe ich für mein Beispiel ebenfalls ausrechnen lassen. Bei meiner Fahrleistung war er preisgünstiger als der 1 Cent Tarif. Schade finde ich, dass man darauf nicht hingewiesen wird! 🙁 Warum wird bei dem Ergebnis des 1 Cent-Tarifs nicht der klassische Tarif mit angeboten? Denn wenn der preisverwöhnte Online-Kunde den 1 Cent-Tarif nicht abschließt ist er weg! Die Konkurrenz ist Online näher als im persönlichen Vertrieb.

 

Fazit

Viel Licht aber auch Schatten 

Der Antrag ist sehr schnell ausgefüllt. Es gibt keine großen Hürden, warum der Kunde den Prozess verlassen sollte.

Der Tarif selbst ist nicht ganz neu. Auch jetzt schon gibt es Tarife, die sich nach der Kilometerleistung staffeln. Davon abhängig wird der Prämie berechnet. Ob man es nun Grundbetrag und Kilometerpauschale nennt oder ein einheitlicher Betrag berechnet wird, macht für den Kunden keinen Unterschied. Neu ist jedoch, dass der Kunde für weniger Fahrleistung einen Teil seiner Prämie wiederbekommt. Dieses wird den Kunden freuen. Vermutlich ist dieses sogar ein Alleinstellungsmerkmal von FRIDAY am Markt. Auch bei der täglichen Kündigungsfrist kann FRIDAY punkten.

Das gewählte Beispiel, um den 1 Cent Tarif zu erklären, ist verwirrend. Dieses hätte man besser erklären können.

Im Preis scheint FRIDAY nicht der Billiganbieter zu sein, wenngleich er preisgünstig ist. Damit wird es der Neue im Onlinemarkt vermutlich schwer haben. Online-Wechseler wollen es häufig besonders preisgünstig. Angelockt werden sie durch die Vorstellung, dass sie nur für ihre gefahrenen Kilometer zahlen. Von einer monatlichen Grundgebühr erfährt man erst am Ende des Antragsprozesses. Hiermit schadet sich der neue Versicherer selbst. Denn diese Besuche werden so schnell nicht wiederkommen.

Weitere Links zu FRIDAY

Erfahrungen anderer Kunden.

Erfahrungsbericht von Herrn Krautkrämer mit einem Eigentest.

Pressebericht zu FRIDAY

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Veranstaltung Forum Versicherungsrecht 11. Dezember 2017

2017-11-15 05:57:08 fleckb

Das Forum Versicherunsrecht der Heinrich Heine Universität Düsseldorf läd zu seiner Veranstaltung

Datenschutz im Versicherungsrecht

für den 11. Dezember 2017

um 18:30 Uhr

im Haus der Universität ein.

Referenten:

  • Dr. Martina Vomhof, Leiterin Datenschutz/Grundsatzfragen, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., Berlin
  • Tim Wybitul, Rechtsanwalt/Partner, Hogan Lovells International LLP, Frankfurt am Main

 

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Umsetzung der Insurance Distribution Directive

2017-09-13 06:04:19 fleckb

Es folgt ein Gastbeitrag von Herrn Dr. Maximilan Teichler.

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Seit Bundestag und Bundesrat die Gesetze beschlossen haben, welche die „Insurance Distribution Directive – IDD“ zum Februar 2018 in deutsches Recht umsetzen werden, ist vieles klarer.

Die Umsetzung war u.a. deshalb umstritten, weil die große Koalition zusätzlich zur eigentlichen Umsetzung der Richtlinie die Honorarberatung stärken wollte und dabei ganz auf die Honorarberater gesetzt hat. Mit der Beseitigung dieses und einiger anderer Streitpunkte haben wir jetzt eine gute gesetzliche Grundlage zur Weiterentwicklung des Versicherungsvertriebsrechts und der dazu gehörenden Geschäftsorganisation. Die „Feinjustierung“ wird durch Verordnungen geschehen, die wir z.T. für den Herbst, z.T. allerdings auch erst im Frühjahr 2018 erwarten.

 

Die Veränderungen im Überblick:

Erstmals gibt es eine einheitliche Regelung für alle Formen des Versicherungsvertriebs. Bisher waren in erster Linie Versicherungsmakler und –Vertreter sowie -Berater reguliert. Jetzt kommen alle Formen des Direkt- und Online-Vertriebs hinzu. Alle zusammen heißen jetzt „Versicherungsvertreiber“. Auch sonstige Beratungsstellen (Verbraucherzentralen) sind angesprochen.

Die Neufassung definiert auch, was alles zum Versicherungsvertrieb gehört. Versicherungsvertrieb ist nach den neuen Regelungen alles von der Vorbereitungshandlung (Ermittlung des Risikos), über Vertragsangebote und -vorschläge, bis hin zur Hilfe bei der Erfüllung und Administration der Versicherungsverträge. Auch die Unterstützung im Schadenfall gehört zum „Versicherungsvertrieb“.

Alle am Versicherungsvertrieb Beteiligten müssen sich „ehrlich, redlich, und professionell“ verhalten und müssen im „bestmöglichen Interesse ihrer Kunden“ handeln.

Jeder Versicherungsvertreiber, der ein Versicherungsprodukt entwirft, muss sicherstellen, dass dieses Produkt dem Zielmarkt entspricht, für den es gedacht war. Das Interesse des Kunden ist also schon im Vorfeld des Vertriebs zu berücksichtigen.

Zukünftig werden sich alle Versicherungsvertreiber einer jährlichen Weiterbildung unterziehen müssen; 15 Zeitstunden sind hier Pflicht. Diese Pflicht gilt für alle, die tatsächlich am Vertrieb beteiligt sind – da spielt dann die inhaltliche Definition wieder eine große Rolle.

Eine „unsichtbare“ Änderung findet in den Vorgaben statt, die die Aufsicht betreffen: Die Aufsicht handelt zukünftig nicht mehr regelbasiert, sondern prinzipienorientiert. Das wird dazu führen, dass die beaufsichtigten Unternehmen viel eigenständiger handeln müssen.

Nicht oder nicht sehr verändert worden sind die Beratungs- und Informationspflichten mit ihren entsprechenden Dokumentationen. Auch die anfängliche Qualifikation wird sich wohl nicht ändern. Allerdings werden sich alle Versicherungsvertreiber (Versicherer, deren Angestellte und die Vermittler) nach der Erst-Qualifikation weiterbilden müssen.

Dr. Maximilian Teichler

Der Text wurde zuerst bei Haufe Verlag veröffentlicht.

 

Über den Autor

Die 2016 von Dr. Teichler gegründete Kanzlei für Versicherungsmanagement befasst sich vor allem mit der Umsetzung rechtlicher Änderungen in Unternehmen der Versicherungsbranche. Aktuell sind dies u.a. die Folgen des BGH-Urteils zur Schadenbearbeitung durch Versicherungsmakler (14. Januar 2016, I ZR 107/14) und die Anforderungen der „Insurance Distribution Directive – IDD“ an die Geschäftsorganisationen aller Beteiligten im Versicherungswesen. Daneben ist die Beratung in schwierigen Deckungsfragen, vor allem in solchen mit internationalem Bezug, ein Schwerpunkt der Kanzlei.

Dr. Teichler, der viele Jahre in leitender Funktion bei Versicherungsmaklerunternehmen tätig war, möchte über die Beschreibung der rechtlichen Notwendigkeiten hinaus die Unternehmen der Versicherungsbranche darin unterstützen, diese rechtlichen Notwendigkeiten umzusetzen. Neben der aufsichts- und gewerberechtlichen Richtigkeit dieser Umsetzung steht dabei die Effizienz der Ablaufprozesse im Vordergrund. Die Innovationsfähigkeit der Branche ist sicher noch nicht an ihre Grenzen gestoßen, was Prozessökonomie, Fehlerreduktion und Vermeidung von Doppelarbeiten angeht.

Dr. Teichler hält Vorlesungen an der HSBA (Hamburg School of Business Administration) zum Versicherungs-Vertriebs-Recht, ist Mit-Veranstalter von Seminaren zur IDD, Referent für den Maklerverband VDVM (zuletzt zum Urteil des BGH zur Schadenregulierung durch Makler) und Referent für das MWV (zusammen mit Prof. Beenken, Dortmund, zur IDD).

Kontaktdaten

Große Elbstrasse 36, D-22767 Hamburg. Tel: +49-40-31 77 97 – 40 und +49-171-6 43 43 61

E-mail Rechtsanwalt@teichler-hh.de und attorney@teichler-hh.com

 

 

 

 

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Die Fotos stammen von:

„© fotogestoeber / www.fotolia.com”
„© vege / www.fotolia.com”