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Versicherungselemente


Versicherungstag 2018 der IHK Koblenz und Trier

2018-03-20 05:48:43 fleckb

Die IHK Koblenz und die IHK Trier veranstalten einen gemeinsamen Versicherungstag. Hauptthema sind Informationen zum Stand und zur Umsetzung der IDD.

Der Versicherungstag findet am Donnerstag, 12. April 2018, in der Zeit von 10:00 bis 16:00 Uhr in den Räumen der Stadt- und Kongresshalle Vallendar (Gilgernborn2, 56179 Vallendar) statt. Informationen können hier nachgelesen werden.

Referenten sind:

  • Prof. Dr. Peter Reiff
  • Hartmut Pfaffinger
  • Martin Klapheck

Behandelt werden die folgenden Themen:

  • Das Recht der Versicherungsvermittlung nach der Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD)
  • Umsetzung der IDD aus Sicht der Praxis
  • Das Wachstum der Vermittlerbetriebe sicherstellen – Qualität, Digitalisierung und IDD als Profilierungschance
  • Auf der Tonleiter zum Erfolg!

Eine Anmeldung kann erfolgen bis zum 5. April 2018 online unter www.ihk-koblenz.de (Dok.-Nr. 3639074) und unter www.ihk-trier.de (Dok.-Nr. V18477).

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ansprechpartnerin IHK Koblenz:

Frau Birgit Lohn , Telefon: (02 61) 1 06-2 45, E-Mail: lohn@koblenz.ihk.de

oder an Ansprechpartnerin IHK Trier:

Gilda Orban, Telefon: (06 51) 97 77-4 02, E-Mail: orban@trier.ihk.de

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Karlsruher Versicherungstag 2018

2018-03-11 18:50:33 fleckb

Der Karlsruher Versicherungstag findet am Mittwoch, 11.April 2018, um 13.30 Uhr, im IHK Haus der Wirtschaft (Lammstraße 13-17, 76133 Karlsruhe) statt.  Hauptthema ist Cybersicherheit – was Betriebe tun müssen und tun können. Informationen können hier (Versicherungstag 2018) nachgelesen werden.

Referenten sind:

  • Dr. Jörn Müller-Quade, Karlsruher Institut für Technologie (KIT) (Kompetenzzentrum für angewandte Sicherheitstechnologie-KASTEL,Karlsruhe)
  • Peter J. Wirnsperger, Leiter Cyber Risk, Deloitte & Touche Tohmatsu Ltd., Köln
  • Florian Buzin, Alleinvertr. Geschäftsführer STARFACE GmbH, Karlsruhe
  • Thomas Pache, Sprecher der Arbeitsgruppe Cyber-Versicherung des GDVGesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V., Senior Underwriter Tech/Cyber, RiskPoint, Frankfurt
  • Markus Welker, Abteilungsdirektor BGV Badische Versicherungen, Karlsruhe
  • Frauke Goll, Projektleiterin CyberWehr-Projekt, Forschungszentrum Informatik (FZI), Karlsruhe
  • Horst Fritz, Geschäftsf. Gesellschafter Fritz Automation GmbH, Forbach

Behandelt werden die folgenden Themen:

  • Wie sicher sind wir?
  • Live-Hack
  • Was nach einem Angriff zu tun ist – Bericht aus einem betroffenen Betrieb
  • Wege aus der Gefahrenzone und was, wenn es doch passiert. Wie helfen Versicherer?
  • Was es in Karlsruhe gibt

 

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung kann erfolgen online unter: www.karlsruhe.ihk.de, Dokumentennummer: 13884751 oder alternativ über den QR-Code.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ansprechpartnerin IHK Karlsruhe Anja Felden, Telefon: +49 721 174-187, E-Mail-Adresse: anja.felden@karlsruhe.ihk.de.

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Fachtagung für das Versicherungswesen der Kanzlei Michaelis 22.02.2018

2018-03-01 05:57:21 fleckb

Aktueller Überblick über Fristen und Formalien

Dr. Freitag Kanzleich Michaelis

Am 22. Februar referierte Herr Dr. Freitag, Partner der Kanzlei Michaelis aus Hamburg, im Rahmen der Fachtagung für das Versicherungswesen zum Arbeitsrecht. Der Titel seines Vortrags lautete „Aktueller Überblick über Fristen und Formalien“. Um das trockene Thema Arbeitsrecht aufzulockern standen die Zahlen in den Gesetzestexten im Vordergrund. Es folgt eine schematische Zusammenfassung des Inhalts. Der gesamte Vortrag kann als Video auf der Seite der Kanzlei Michaelis angesehen werden.

Ein Arbeitsverhältnisses beginnt wie alle anderen Verhältnisse mit einer Probezeit, in der man sich schnell und unkompliziert trennen kann. Die Zahl ist die „6“ und steht für die Anzahl der Monate, welche die Probezeit maximal dauern darf. In dieser Zeit findet das Kündigungsschutzgesetz noch keine Anwendung. Bei Ausbildungsverhältnissen sind es nur „4“ Monate.

Wichtig sind für beide Vertragsparteien die Kündigungsfristen, welches das BGB regelt. Diese liegt bei „4“ Wochen (§ 622 BGB). Mit Dauer des Arbeitsverhältnisses verlängert sich die Frist für den Arbeitgeber. Im Rahmen seines Vortrags wies Herr Dr. Freitag darauf hin, dass diese Regelung im Arbeitsvertrag gestaltbar ist. Die maximale Länge eines Arbeitsvertrags, in der man eine fristgerechte Kündigung ausschließen kann, beträgt „5“ Jahre (§624 BGB).

Die Regelung der Arbeitszeiten, Überstunden und des Lohns sind wichtige Punkte eines jeden Arbeitsvertrags. Die Zahlen sind „48“, „5“, und „8,84“. Die Höchstzahl der wöchentlich zu leistenden Stunden eines Arbeitnehmers beträgt „48“. Den über 300 anwesenden Teilnehmern und den vielen tausenden Zuschauern der Veranstaltung gab Herr Dr. Freitag mit auf den Weg, dass eine Anzahl von mehr als 48 Wochenarbeitsstunden ist nicht erlaubt sei. Es handelt sich hierbei um ein Schutzgesetz, das nicht abgeändert werden kann. Der Mindestlohn liegt bei „8,84“ €, dieser gilt für alle Branchen. Angemerkt sein, dass eine Zahl mit Komma im Arbeitsrecht die Ausnahme darstellt. Mit dem Monatsgehalt kann eine vorher festgelegte Anzahl von Überstunden abgegolten sein, z. B. „5“ oder „10“. Ein Fehler in vielen kostenlosen Internetvorlagen ist der Satz „Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten“. Es fehlt jedoch eine konkrete Anzahl von Stunden. Kostenlos ist also nicht gleich billig. Fehler in der Gestaltung von Arbeitsverträgen können sich später rächen, wenn bei einer Vertragsbeendigung der Mitarbeiter für alle geleisteten Überstunden Lohnansprüche stellt. Schnell können hier einige tausend Euro zusammenkommen. Die Rechtsprechung und der Gesetzgeber nehmen laufend Änderungen vor, die (bei neuen) Arbeitsverträgen eingearbeitet werden müssen. Wer sich hier nicht auskennt, weiß nicht, wie dick die Eisfläche unter seinen Füßen ist, die ihn tragen soll. Es lohnt sich im Vorfeld jur. Hilfe in Anspruch zu nehmen.

So ist bei der Gestaltung von Arbeitsverträgen die „3“ ebenfalls eine wichtige Zahl. Es sollte in jeden Arbeitsvertrag eine Verfallsklausel aufgenommen werden, die nicht unter einer dreimonatigen Frist liegen darf. Die Geltendmachung der Ansprüche muss dann in dieser Zeit durch den Arbeitnehmer erfolgt sein. Länger zurückliegende Forderungen müssen danach nicht mehr beglichen werden. Die Art und Weise der Geltendmachung muss ebenfalls vereinbart werden. Während früher in Arbeitsverträgen die Schriftform vereinbart wurden durfte, darf heutzutage zur Einforderung nur noch die Textform (es reicht eine E-Mail des Arbeitnehmers) verwendet werden. Eine falsche Formulierung an dieser Stelle vernichtet die gesamte Verfallsklausel. Dieses hat die Wirkung als gäbe es gar keine Verfallsklausel in dem Vertrag.

Weitere wichtige Zahlen, die jeder Arbeitgeber kennen sollte, lieferte der Vortrag von Herrn Dr. Freitag noch zu Themen Lohnfortzahlung, Teilzeit, Mutterschutz, Elternzeit, Betriebsrat oder dem Kündigungsschutz.

Zu einem Tagesseminar am 21.08.2018 von Herrn Dr. Freitag können Sie sich hier anmelden.

Ein Seminar zum Thema Arbeitsrecht für Agenturleiter und Führungskräfte bietet das BWV Hannover an. Ein Anmeldung kann hier erfolgen.

Weitere Artikel zum Thema Arbeitsrecht auf der Seite Versicherungselemente finden Sie hier:

Mitarbeiter als Minijobber im Versicherungsbüro

Zur Sozialversicherungspflicht von Versicherungsvermittlern

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Versicherungstage 2018 der IHK Stuttgart und der IHK Detmold

2018-02-15 22:12:07 fleckb

Die IHK Stutgart und die IHK Detmold veranstalten im Jahr 2018 jeweils einen Versicherungstag.

Versicherungstag der IHK Region Stuttgart

Der 10. Stuttgarter Versicherungstag findet am Donnerstag, 22. Februar 2018, in der Zeit von 12:30 bis 18:00 Uhr in den Räumen der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart (Jägerstraße 30, 70174 Stuttgart) statt. Hauptthema sind Informationen zum Stand und zur Umsetzung der IDD. Informationen können hier nachgelesen werden.

Referenten sind:

  • Bernd Engelhardt, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Region Stuttgart

  • Anja C. Kahlscheuer, Rechtsanwältin, Geschäftsführerin des BVK, Bonn

  • Dr. Hans-Georg Jenssen Geschäftsführender Vorstand des BDVM, Hamburg

  • Dr. Susanne Pauser, Vorstandsmitglied Württembergische, Versicherungen, Stuttgart

  • Jürgen Leinwand, Stv. Geschäftsführer Abteilung Außenwirtschaft und Dienstleistung der IHK Region Stuttgart

Behandelt werden die folgenden Themen:

  • IDD – Inhalte und Prozess des Gesetzgebungs- verfahrens, Gestaltungsspielraum der Verbände

  • Niemand ist eine Insel – Auswirkung der IDD auf die Vermittlerschaft

  • IDD – Aufwand und Ertrag: (k)ein gutes Verhältnis im Innendienst?

  • Unterstützung durch die IHK

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Die Einladung zum Versicherungstag gilt nach Anmeldung als bestätigt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung kann erfolgen bis zum 19. Februar 2018 online unter www.ihk.st/event/175107565.

Bei Fragen zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an Zentrales Veranstaltungsmanagement, Telefon 0711 2005-1306, E-Mail: zvm@stuttgart.ihk.de

Versicherungstag der IHK Detmold

Der 10. Tag der Versicherungswirtschaft der IHK Detmold findet am 2. März 2018 in der Zeit von 9:30 bis 15:30 Uhr statt.

Referenten sind:

  • Joey Kelly, Ausdauersportler und Musiker;

  • Michael Krakow, Key Account Manager, Marketing- und Vertriebsleiter, Kommunikationsberater und Honorardozent, Autor des erfolgreichen Programms „Das Fisch Credo“, Inhaber mikrakom, Initiator von Quomodo;

  • Carsten Knoop, Dipl. Wirt.-Inf. und Geschäftsführer der audatis Consulting GmbH, Lehrbeauftragter an der Fachhochschule des Mittelstands, Bielefeld, Ausbilder für Datenschutzbeauftragte bei der TÜV Rheinland Akademie;

  • Stefan Lüersen, Versicherungskaufmann und Studium zum Versicherungsfachwirt, Stellv. Vorsitzender BVK OWL, Mitglied Vorstand BWV OWL.

Behandelt werden die folgenden Themen:

  • NO LIMITS – Wie schaffe ich mein Ziel“

  • Workshop für Auszubildende: „Ich gründe eine Versicherungsagentur…“

  • Das Fisch Credo

  • Cybersicherheit und Datenschutz in der praktischen Umsetzung

Eine Anmeldung zum Versicherungstag kann erfolgen bis zum 23. Februar 2018.

Ansprechpartnerin: Frau Alexandra Linneweber, Tel. 05231 7601-25, Fax 05231 7601-8025, E-Mail: linneweber@detmold.ihk.de

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Mitarbeiter als Minijobber im Versicherungsbüro

2018-01-28 07:14:47 fleckb

Krankheiten von Mitarbeitern oder wiederkehrende Arbeitsspitzen machen immer wieder einen flexiblen Arbeitseinsatz notwendig. Meist führt es zu Mehrarbeit bei den vorhandenen Mitarbeitern. Warum also nicht für diese Zwecke eine geringfügig beschäftigte Person suchen, die die Arbeiten erledigen kann? Diese sogenannten Minijobber können die Lösung sein. Dabei sind sie auch von den Abgaben, die der Arbeitgeber und Arbeitnehmer leisten müssen, attraktiv. Doch was muss ich als Arbeitgeber bei der Einstellung und während des Vertragsverhältnisses beachten?

Wann liegt ein Minijob vor?

Beschäftigte, die bis zu maximal 450 Euro im Monat verdienen, gelten als Minijobber. Näheres ist im Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) geregelt, wonach Minijobber als Teilzeitbeschäftigte gelten. Minijobber sind im Arbeitsrecht mit den gleichen Rechten und Pflichten ausgestattet wie Vollzeitarbeitnehmer. Dabei macht es keinen Unterschied, ob der Mitarbeiter eine oder fünfzehn Stunden die Woche arbeitet.

Allerdings muss darauf geachtet werden, dass der Mitarbeiter im Monat nicht über die 450€ Grenze kommt, denn sonst fallen höhere Abgaben für Arbeitgeber und Arbeitnehmer an. Die Jahresverdienstgrenze liegt damit bei 5.400 €. Hat ein Mitarbeiter mehrere Minijobs, werden die Löhne addiert. Sollten Weihnachts- und Urlaubsgeld gezahlt werden, so wird dieses zum Jahreslohn hinzugerechnet, wodurch der Höchstbetrag ebenfalls überschritten werden kann.

Der Mindestlohn liegt aktuell bei 8,84 € und gilt für alle Arbeitsverhältnisse. Werden 50 Stunden im Monat geleistet, so wird ein Betrag von 442 € (50 x 8,84 €) erreicht. Folglich wird ab der 51. Stunden die Minjob-Grenze überschritten. Soweit der Tarifvertrag in der Apotheke greift, muss das Gehalt darüber ermittelt werden, so dass die monatliche Arbeitszeit unter 50 Stunden im Monat liegen kann.

Wie flexibel ist der Einsatz?

Bei einem neuen Mitarbeiter können Regelungen zu den Arbeitszeiten in den Arbeitsvertrag aufgenommen werden. Dieses kann beispielsweise ein fester Tag in der Woche (Samstag) sein, ein Zeitraum (täglich eine Stunde in der Zeit zwischen 15:00 und 17:00 Uhr) oder auch eine Wochenarbeitszeit. Die Vereinbarung hängt vom geplanten Einsatz und den Vertragsparteien ab. Ist eine Regelung im Arbeitsvertrag festgelegt, so kann sie später nicht mehr einseitig abgeändert werden. Der Arbeitsvertrag sollte daher nicht zu unflexibel gestaltet werden.

Für eine weitere Flexibilität hat der Gesetzgeber eine Ausnahme von der monatlichen 450€ Regelung geschaffen. Es bleibt eine geringfügige Beschäftigungen, wenn der Monatsbetrag nur gelegentlich und unvorhersehbar überschritten wird. Dabei wird als „gelegentlich“ ein Zeitraum von bis zu drei Monaten im Jahr akzeptiert. Zusätzlich muss der Grund für die Überschreitung unvorhergesehen gewesen sein. Dieses liegt zum Beispiel bei einem unerwartetem Ausfall eines Mitarbeiters vor, so dass kurzfristig eine Vertretung benötigt wird. In dieser Zeit kann die Grenze von 450 € überschritten werden. Am Jahresende dürfen es aber trotzdem nicht mehr als 5.400 € sein.

Was muss bei der Einstellung beachtet werden?

Ein Minijobber besitzt die gleichen Rechte und Pflichten wie jeder andere Mitarbeiter. Der Arbeitgeber muss aber darauf achten, dass aus einem Minijob nicht eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wird. Denn in diesem Fall muss er mehr und höhere Abgaben bezahlen. Das wäre der Fall, wenn neben einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung mehr als ein Minijob ausgeübt wird, einer jedoch ist erlaubt. Ein Minijob neben der Hauptarbeit beim gleichen Arbeitgeber ist hingegen nicht erlaubt. In diesem Fall werden die Tätigkeiten zusammengerechnet.

Besteht keine sozialversicherungspflichtige Haupttätigkeit dürfen mehrere Minijobs bei verschiedenen Arbeitgebern ausgeübt werden, die zusammen die monatliche Grenze von 450 € nicht übersteigen dürfen. Anderenfalls tritt die Versicherungspflicht ein und jeder der Arbeitgeber muss höhere Abgaben leisten. Dieses betrifft nicht nur den überschießenden Betrag, sondern das gesamte Gehalt. Entsprechend muss eine Vereinbarung im Arbeitsvertrag aufgenommen werden, dass der Arbeitnehmer bei Vertragsbeginn verpflichtet ist, alle Tätigkeiten zu nennen und alle zukünftigen Beschäftigung zu melden. Nur so kann sich der Arbeitgeber von möglichen Nachforderungen schützen.

Was kommt an Abgaben zum Lohn hinzu?

Der Arbeitgeber muss für einen geringfügig beschäftigten Mitarbeiter folgende pauschale Beiträge und Abgaben an die Minijob-Zentrale1 abführen:

  • 13 Prozent des Arbeitsentgelts zur Krankenversicherung (soweit der Arbeitnehmer nicht privat krankenversichert ist)

  • 15 Prozent des Arbeitsentgelts zur Rentenversicherung,

  • 2 Prozent des Arbeitsentgelts als einheitliche Pauschalsteuer (bei Verzicht auf die Vorlage der Lohnsteuerkarte),

  • 1,2 Prozent des Arbeitsentgelts als Umlagen (nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz).

Es sind also 31,2 Prozent des Arbeitsentgelts des Minijobbers vom Arbeitgeber als Abgabe zu zahlen. Bei einem 450-Euro-Beschäftigten macht das 140,40 Euro zusätzlich pro Monat für den Arbeitgeber. Ein Minijobber auf 450-Euro-Basis kostet den Arbeitgeber folglich 7.084,80 Euro pro Jahr (zwölfmal 450 Euro Arbeitslohn und zwölfmal 140,40 Euro Pauschalbeitrag).

Gibt es auch Lohnfortzahlung im Krankheitsfall?

Einen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt es auch für Minijobber, gleiches gilt bei Schwangerschaft und Mutterschutz. Der Grundsatz lautet, dass Teilzeitbeschäftigte nicht unbegründet schlechtergestellt werden dürfen.

Kann ich den Vertrag jederzeit beenden?

Teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer haben grundsätzlich den gleichen Kündigungsschutz wie vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Das betrifft sowohl den allgemeinen Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz (KSchG), als auch den besonderen Kündigungsschutz. Hierunter fällt unter anderem das Mutterschutzgesetz (MuSchG), das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG).

Das Kündigungsschutzgesetz greift, wenn in einem Betrieb regelmäßig mehr als zehn Arbeitnehmer ‒ ohne Auszubildende − beschäftigt sind und das Arbeitsverhältnis mindestens sechs Monate ununterbrochen bestanden hat.

Hinweis

Ein Rechner für die Berechnung der Abgaben befindet sich auf der Internetseite der Minijob-Zentrale2.

Nicht berücksichtigt sind dort die Kosten für die Unfallversicherung. Diese kommen zusätzlich hinzu. Die Meldung an die zuständige Unfallversicherung muss durch den Arbeitgeber zusätzlich erfolgen.

Wie erfolgt die Übermittlung?

Die Übermittlung der Sozialversicherungsdaten und der Beitragsnachweise muss auf elektronischem Weg erfolgen. Dazu dürfen nur Programme genutzt werden, die die datenschutzrechtlichen Sicherheitsanforderungen erfüllen. Entsprechende Programme hat der Steuerberater, der die Lohnabrechnung erstellt. Alternativ wird über die Seite der Minijob-Zentrale eine kostenlose Software (SV.Net) zur Verfügung gestellt.

Weiterführende Links zu dem Thema

Artikel zum Thema Minijob und Rentner finden Sie beim VersicherungsJournal.

Das BWV-Hannover bietet ein arbeitsrechtliches Seminar mit Herrn Fleck als Referenten an. Eine Anmeldung kann hier erfolgen.

Ein Buch zum Thema der selbstständige Vermittler als Arbeitgeber kann beim VersicherungsJournal erworben werden

Posted in: AllgemeinArbeitsrechtTagged in: Minijob Versicherungsbüro Arbeitgeber Read more... 0 comments

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