Best Practic

Urlaubszeit und Sicherheit

Auf die Urlaubsreise begleitet uns die digitale Welt. Wie der Reisepass, so gehört auch das Smartphone zu den treuen Reisebegleitern und damit unsere Daten. Im Urlaub angekommen werden über öffentlich zugänglich Hotel-Computer oder in Internet-Shops eigene oder dienstliche E-Mails abgerufen. Über kostenloses WLan werden Schnappschüsse vom Smartphone an die Lieben daheim geschickt.

Dabei denken Nutzer im Urlaub weniger an das Sicherheitsniveau ihrer Verbindungen. So können Cyber-Kriminelle oder Schadprogramme an Daten gelangen. Durch die Verschmelzung von dienstlichen und privaten mobilen Geräten können sensible Informationen ungewollt preisgegeben werden.

Mit zwei kleinen Tipps können Sie die Datensicherheit ganz leicht erhöhen:

1. Richten Sie sich für den Urlaub eine eigene E-Mailadresse ein oder ändern Sie das Passwort, wenn Sie wieder zu Hause sind.

2. Überlegen Sie, ob sie dem öffentlichen WLan-Netz vertrauen können. Nur dann sollten Sie dieses nutzen.

Heimliches Sammeln von Daten

Eine Bausparkasse hatte Verbraucher/innen angeschrieben. Im Anschreiben wurden diese zur Weitergabe von Daten oder Informationen wie folgt aufgefordert. „Kennen Sie jemanden, der ein Haus, Grundstück oder eine Eigentumswohnung verkaufen oder kaufen möchte? Ihr Tipp ist und 250 € wert!“

Dadurch wurden die Empfänger aufgefordert die Namen, Adressen und Telefonnummern von Personen aus ihrem Umfeld anzugeben, die am Kauf oder Verkauf einer Immobilie interessiert sein könnten. Die Informationen sollten durch die mitgelieferte Antwortkarte zurückgeschickt werden. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hatte dieses Vorgehen der Immobilienvermittlung beanstandet.

Eine Einwilligung des angeblichen Interessenten wurde nicht eingeholt. „Dieses Vorgehen ist ein massiver Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Durch die heimliche Datenweitergabe könnte es zu Konflikten in der Nachbarschaft kommen“, sagte Rosemarie Rodden, Rechtsreferentin beim vzbv. Der Verband hatte vor dem Landgericht Mainz gegen das unzulässige Geschäftsgebaren geklagt
Urteil: Landgericht Mainz 10 HK O 51/14. Die Bausparkasse erkannte den Unterlassungsanspruch an.

Fazit:
Das Sammeln von Daten über Dritte kann (meist) nicht über deren Freunde Nachbarn oder Bekannte erfolgen. Es fehlt die Einwilligung zur Datenweitergabe und zu deren Nutzung. Die erhaltenen Daten dürfen nicht genutzt werden. Die versprochene Prämie hingegen wird das Unternehmen trotzdem zahlen müssen.